Kann man ein Auto bauen, das nicht durch Verbrennung, sondern durch Luftdruck fährt?

Ja, man kann ein solches Fahrzeug nicht nur bauen – es existiert bereits seit dem 19. Jahrhundert. Sogenannte Druckluftautos (Compressed Air Vehicles, CAV) nutzen Druckluft als Energiespeicher und expandieren das Gas in einem Kolben- oder Lamellenmotor, um mechanische Arbeit zu verrichten.

Funktionsprinzip und Thermodynamik

Die Energie wird in hochfesten Druckbehältern (meist Kohlefaser-Verbundwerkstoffe) bei 200 bis 300 bar gespeichert. Bei der Entspannung im Zylinder verrichtet das Gas Volumenarbeit. Da die Expansion näherungsweise adiabatisch verläuft, kühlt die Luft im Expansionsraum stark ab.

Mit dem Isentropenexponenten für zweiatomige Gase (κ ≈ 1,4) führt das bei starker Expansion zu extrem tiefen Temperaturen weit unter 0°C. Ohne mehrstufige Zwischenerwärmung (Wärmetauscher zur Umgebung) vereisen die Ventile und der Wirkungsgrad sinkt drastisch.

Historische und reale Umsetzungen

Physikalische und praktische Limitationen

Druckluftfahrzeuge sind thermodynamisch und konstruktiv machbar, eignen sich aufgrund der geringen Energiedichte und der thermischen Verluste jedoch fast ausschließlich für Nischen wie explosionsgefährdete Arbeitsbereiche oder extrem leichte Kurzstrecken-Shuttles.

(KI generiertes Bild... hast du alle Katzen gefunden?)