Nur weil Kommata fehlen, muss man niemanden abkanzeln.

Wenn man selbst im Ausland versucht hat, eine fremde Sprache im Alltag fehlerfrei zu sprechen, weiß man: Die Einheimischen schmunzeln vielleicht mal sympathisierend über einen Schnitzer, aber sie lachen einen nicht aus. Genau diese Fairness verdient jeder Fragesteller – und mit der deutschen Kommasetzung haben wir schließlich alle in der Schule gekämpft.

Hier ist das fehlende Komma der einzige Grund für das Missverständnis, weil es den Satzbau optisch zerreßt:

Sinnvoll gestellt lautet die Frage schlicht:
„Was bedeutet der Teilsatz ‚in den man mal hineinblickt‘ im Satz: ‚So ein Spiegel, in den man mal hineinblickt, hat noch keinem geschadet‘?“

Mit den Kommata löst sich das Rätsel sofort:

„den man mal“ ist kein fester Begriff, sondern das Verbindungsstück eines eingeschobenen Nebensatzes:

Der Satz bedeutet sinngemäß: Ein gelegentlicher, unverkrampfter Blick auf das eigene Handeln (Selbstreflexion) hat noch niemandem geschadet.

(KI-generiertes Bild... diesmal auch Mäuse?)