Wo kommt eigentlich der ganze „Update-Wahn“ her: „Du brauchst Nahrungsergänzungsmittel, du musst alles mögliche trainiert halten, dein Gehirn ist wie ein Muskel“ et cetera? Wir hatten doch einst auch feste Werte – was soll sich daran geändert haben?
Die Synthese
- Das Paradoxon: Man schont den Verstand aus Bequemlichkeit oder diffuser Angst vor Überlastung („Abnutzung wie Seife“). Doch biologisch gilt: Use it or lose it. Was nicht arbeitet, verkümmert.
- Die Marktlücke: Das unausgelastete, verrostete Gehirn erzeugt reale Defizite und Unsicherheit. Genau hier springt der Markt ein.
- Die Ersatzreligion: Weil traditionelle Werte und feste Lebensrahmen weggefallen sind, wird der Mensch als ständiges Reparatur- und Upgrade-Projekt („Humankapital“) begriffen.
- Der Zirkelschluss: Man lagert das Denken an Algorithmen und Autopiloten aus – nur um sich danach Supplements, Gehirnjogging-Apps und Optimierungswahn andrehen zu lassen, um die selbst verschuldete Degeneration zu bekämpfen.
generische KI-Art.