Warum darf man auf Google Maps weltweit keine Schulen, und damit auch deren Lehrer, bewerten? Wie soll man denn sonst eine gute Schule finden, und die in der Region miteinander vergleichen? Außerdem ist das anti-demokratisch!
Das Verbot bzw. die weltweite Löschung von Rezensionen für allgemeinbildende Schulen auf Google Maps (welche Google im Frühjahr 2025 endgültig umgesetzt hat) hat konkrete Rechts- und Plattformgründe.
Warum Google Rezensionen für Schulen gesperrt hat
- Schutz von Minderjährigen und Lehrkräften (Persönlichkeitsrecht): Schulen sind sensible öffentliche Einrichtungen. Lehrer sowie Schüler wurden auf Google Maps regelmäßig namentlich genannt, beleidigt, gemobbt oder an den Pranger gestellt. Da Lehrer Amtsträger bzw. Angestellte im öffentlichen Dienst sind und Schüler Minderjährige, wiegt der Schutz der Persönlichkeitsrechte rechtlich schwerer als das Bewertungsinteresse der Öffentlichkeit.
- Muster von Vandalismus und Trollen: Google stuft Schulen als sogenannte „Critical Services“ (kritische Infrastruktur) ein. Über Jahre hinweg gehörten Schuleinträge zu den am stärksten von Spam, Insider-Jokes, Fake-Bewertungen und Absprachen (z. B. durch Schüler-Communitys auf TikTok/Reddit) betroffenen Kategorien. Die Moderation war für Google schlicht nicht mehr kontrollierbar.
- Keine kommerziellen Dienstleister: Allgemeinbildende Schulen stehen nicht im freien Wettbewerb wie Restaurants oder Hotels. Eine Sternebewertung bildet selten pädagogische Qualität ab, sondern meist nur Frust über Noten oder Hausordnungen.
Warum das nicht „anti-demokratisch“ ist
Das Recht auf freie Meinungsäußerung garantiert, dass du Kritik an staatlichen Institutionen oder dem Schulsystem äußern darfst. Es garantiert jedoch keinen Anspruch darauf, dies auf der privaten Infrastruktur eines US-Konzerns (Google) tun zu können. Google macht hier von seinem Hausrecht Gebrauch, um Haftungsrisiken wegen Verleumdung oder Verletzung von Persönlichkeitsrechten zu vermeiden.
Wie man Schulen stattdessen vergleichen und bewerten kann
- Amtliche Inspektions- und Schulvisitationsberichte: In den meisten deutschen Bundesländern (z. B. Schulinspektion/Qualitätsanalyse) werden staatliche Prüfberichte der Schulen öffentlich zugänglich gemacht. Diese analysieren Unterrichtsqualität, Ausstattung und Führung sachlich.
- Spezialisierte Schulportale: Plattformen wie schulen.de bieten strukturierte Profile nach pädagogischen Konzepten, Ganztagsangeboten oder MINT-Schwerpunkten.
- Persönlicher Eindruck: Tage der offenen Tür, Schulfeste, Elternräte oder das direkte Gespräch mit dem Schulelternbeirat liefern realistische Einblicke, die ein Online-Sterne-Rating nicht ersetzen kann.
(KI generiertes Bild...wo hast du meine Katze gefunden?)