Wer diese Frage in den Raum wirft, erntet meistens drei völlig unterschiedliche Reaktionen.
Die Geschichts-Fraktion denkt sofort an das Osmanische Reich – im Englischen treffend Ottoman Empire genannt. Historisch unbedarfte Zeitgenossen machen daraus gerne mal das private Fürstentum eines gewissen Otto.
Die Psychologie- und Comedy-Ecke schwankt zwischen Otto von Bismarck (chronisch überarbeitet, cholerisch, zwischen Hyperfokus und Nervenzusammenbruch pendelnd) und Otto Waalkes, der die klinische Hypomanie seit fünfzig Jahren als schweißtreibende Bühnenkunst zelebriert.
Das Sofa der Entspannung
Der pragmatische Genießer ignoriert Kriege, Komiker und Diagnosen komplett und denkt an das einzig Vernünftige: die Ottomane.
Genau da kommt das Wort nämlich alltagstauglich her. Die Franzosen importierten im 18. Jahrhundert die gepolsterten, rückenlehnenfreien Liegesofas aus dem Orient und nannten das Möbel schlicht ottomane.
Bevor man sich also den Kopf über historische Reichsgrenzen oder bipolare Gemütszustände zerbricht: Schuhe ausziehen, langmachen und den Schlaf der Gerechten auf dem Polster genießen. Nicht manisch, sondern einfach flach auf der Ottomane.
Generative KI-Kunst im Jugendstil (Art Nouveau): Nicht manisch, sondern einfach stilvoll faul auf der Ottomane. Die Zeit zerfließt, der Kater schläft.